Vermischtes

Neuigkeiten, Fundstücke, Kuriositäten und Vermischtes rund ums Thema Schimpfen und Beleidigen:

Bußgeldkatalog fürs Beleidigen

Hessen: ADAC und Verkehrsministerium legen neue Preisübersicht für Verkehrssünder vor.
Die „blöde Kuh“ gibt es nicht umsonst und auch der „dreckige Bauer“ kommt teuer. Dies sagte der Staatssekretär im hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium, Matthias Kurth, am Freitag bei der Vorstellung des neuen Bussgeldkataloges, den das Ministerium in Zusammenarbeit mit dem ADAC herausgegeben hat. Die Beleidigung einer Politesse als „blöde Kuh“ könne 300 EUR kosten und die Bezeichnung eines Landwirtes als „dreckiger Bauer“ 1.800 EUR.

Hier noch die Strafen für einige Beschimpfungen. Diese Strafen wurden dem Schimpfer in Gerichtsverhandlungen auferlegt (nach wahren Gegebenheiten):

  • Schlampe: EUR 1.800,00
  • Wichser: EUR 1.000,00
  • Trottel in Uniform EUR 1.500,00
  • Holzkopf EUR 750,00

Tja, dann würde mich interessieren, was es kosten würde, einer Politesse das komplette Schimpfwortarchiv der Schimpfecke an den Kopf zu werfen. Ich glaube das gibt lebenslänglich...

Schimpfen für Taubstumme !

Der eine oder andere mag sagen, für Taubstumme hat Schimpfen keinen Sinn. Das stimmt aber so nicht! Gestik kann genau so verletzend wirken wie eine saftige Beschimpfung. Vom "Vogel zeigen" über den "Stinkefinger" ist jede Beleidigung auch non verbal möglich! Die Abbildung zeigt die Gestik der Gebärdensprache für das Wort "Schimpfen".

Beleidigen mal hochwissenschaftlich

Über das Thema "Mit Schimpf und Schande" äußert sich in einer mehr oder weniger "tierisch" ernsten Betrachtung am 23. April dieses Jahres die aus Augsburg kommende Sprachwissenschaftlerin Dr. Karin Büchle. Die öffentliche, vom Potsdamer Zweig der Gesellschaft für deutsche Sprache initiierte Veranstaltung findet um 19.00 Uhr in der Gutenbergstr. 67 statt. In ihren Ausführungen will sich die Referentin unter anderem der Frage widmen, warum, wozu und wie sich eine eigentlich so seriöse Wissenschaft wie die Sprachwissenschaft mit "schmutzigen" und "verfluchten" Sprachschöpfungen beschäftigt. Einige Antworten darauf sollen nun dem Publikum vorgestellt werden. Daß das Schimpfen durchaus seine Eigenheiten besitzt, scheint beispielsweise durch unterschiedliche Situationen bestimmt. Internationale, nationale oder regionale Schimpfwörterbücher geben dazu Auskunft. Der Schriftsteller Martin Walser meinte in diesem Zusammenhang einmal: "Auch Kränkungen wollen gelernt sein. Je freundlicher, desto tiefer trifft's." Hinweis an die Redaktionen.

Quelle: Institut für Germanistik der Universität Potsdam.

Endlich bekommt das Schimpfen mal eine wissenschaftliche Note. Demnächst kann man sich bestimmt an der Uni oder Fachhochschule zu Schimpfkursen einschreiben.

Virus beleidigt Anwender!

New York (PC-WELT):
Mit rasender Geschwindigkeit breitet sich in den USA ein Word-Makrovirus aus. Nach Angaben der New York Times ist der "MS Word 97 Macro Class Virus" jedoch als ungefährlich einzustufen. Die meisten der inzwischen über 40 Weiterentwicklungen  sorgten lediglich dafür, daß sich beim Bearbeiten eines Dokumentes ein zweites Fenster öffnet, in dem der Benutzer als "großer, dummer Idiot" bezeichnet wird.  (aus PC-Welt Newsletter 07.01.99)

Der erste Schimpf-Virus ! Stark ! Von der Schimpfecke ist er aber nicht!  Versprochen! Und die Beschimpfung "großer, dummer Idiot" ist ja wohl etwas schwach, oder ?

Was sagt denn das deutsche Grundgesetz zum Schimpfen und Beleidigen ?

Artikel 5 [Meinungsfreiheit]

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

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