Beleidigen mal hochwissenschaftlich

Über das Thema "Mit Schimpf und Schande" äußert sich in einer mehr oder weniger "tierisch" ernsten Betrachtung am 23. April dieses Jahres die aus Augsburg kommende Sprachwissenschaftlerin Dr. Karin Büchle. Die öffentliche, vom Potsdamer Zweig der Gesellschaft für deutsche Sprache initiierte Veranstaltung findet um 19.00 Uhr in der Gutenbergstr. 67 statt. In ihren Ausführungen will sich die Referentin unter anderem der Frage widmen, warum, wozu und wie sich eine eigentlich so seriöse Wissenschaft wie die Sprachwissenschaft mit "schmutzigen" und "verfluchten" Sprachschöpfungen beschäftigt. Einige Antworten darauf sollen nun dem Publikum vorgestellt werden. Daß das Schimpfen durchaus seine Eigenheiten besitzt, scheint beispielsweise durch unterschiedliche Situationen bestimmt. Internationale, nationale oder regionale Schimpfwörterbücher geben dazu Auskunft. Der Schriftsteller Martin Walser meinte in diesem Zusammenhang einmal: "Auch Kränkungen wollen gelernt sein. Je freundlicher, desto tiefer trifft's." Hinweis an die Redaktionen.

Quelle: Institut für Germanistik der Universität Potsdam.

Endlich bekommt das Schimpfen mal eine wissenschaftliche Note. Demnächst kann man sich bestimmt an der Uni oder Fachhochschule zu Schimpfkursen einschreiben.

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