Schimpf-Schule

Schimpf-SchuleOK, passende Schimpfwörter sind das Eine, aber wie wendet man sie am Besten an ? Schließlich sollen sie ja die erhoffte Wirkung nicht verfehlen. Hier findet Ihr also Tips & Tricks rund ums Beleidigen. Schimpftaktiken und Beleidigungsstrategieen.

Wer diese kleinen Regeln beachtet kann schon bald richtig brauchbar beleidigen. Natürlich kann hier in der Kürze nicht auf alle Besonderheiten der Schimpfwissenschaften eingegangen werden, aber wer einen Blick ins Archiv und auf die Fertigmachsprüche wirft, hat schon ein nettes Werkzeug zum verbalen Verteidigen oder Angreifen parat.

Fairplay !

Bitte nie vergessen: Euer gegenüber ist ein Mensch ! Beschimpft ihn nicht, wenn er es nicht verdient hat. Und sucht euch ebenbürtige Gegner. Auf "Schimpf-Siege" gegen Schwache kann keiner stolz sein, nur Gegner die euch das Wasser reichen können, sind würdige Gegner.

Originalität der Beschimpfung

Möglichst unbekannte und originelle Schimpfwörter verwenden. Abgegriffene Beleidigungen, die jeder schon kennt wirken nicht so gut... Also besser ausgefallene Sachen an den Kopf werfen, damit der Überraschungseffekt genutzt werden kann.

Degradieren und Duzen

Beim Schimpfen heisst es: Keinen Respekt zeigen! Deshalb grundsätzlich den Gegenüber Duzen ("Du blöder Hund") und nach Möglichkeit Rang und Stellung degradieren. Also z.B. einen leitenden Angestellten der Bahn AG nach Möglichkeit als "Du faulenzender Schlafwagenschaffner" oder so beschimpfen. Kein Respekt!

Passende Adjektive oder Beiwörter zufügen.

Ein Schimpfwort wirkt noch besser und intensiver, wenn es mit passenden Adjektiven versehen wird. "Du Volltrottel" ist zum Beispiel nur halb so wirksam wie "Du sabbernder Volltrottel". Also am besten so ein paar Hilfsadjektive wie "stinkender","fäkalischer","luffiger","dreckiger" usw. bereithalten. Dasselbe gilt für Schimpfwörter, die durch Anhängen von Beiwörtern noch schön ergänzt oder verstärkt werden können. Aus dem Basisschimpfwort "Geschnack" wird also besser "Pestgeschnack" oder "Eitergeschnack"

Spontanität, Schnelligkeit

Wer Andere beschimpft muß spontan reagieren können. Ein gewisser Schimpfwortschatz muß direkt ohne langes Überlegen verfügbar sein. (Siehe auch Regel 4, Konter auf Konter) Wenn man lange nach Schimpfwörtern suchen muß, ist die Wirkung schon verpufft und der Verblüffungseffekt reduziert sich auf null.

Je persönlicher, desto besser.

Schimpfwörter beleidigen am Besten, wenn sie in eine vorhandene Kerbe des Opfers treffen. So sollte man bei der Auswahl des Wortes bekannte Schwächen berücksichtigen. Z.B. wäre bei sehr dünnen Schimpfopfern angebracht das Wort "Hungerlatte" vorzuziehen, bei dicken Menschen dagegen "Kackfass". Also vorher überlegen, welche Schwächen oder schlechten Angewohnheiten derjenige hat und das Schimpfmittel dementsprechend anpassen.

Schon auf einen Konter gefasst sein

Leute, die bschimpft werden, lassen sich sowas nur in den seltensten Fällen gefallen. Deshalb ist meistens ein Konter an der Tagesordnung. Ein gekonnter Angriff wie z.B. "Du stinkendes Pestgeschnack" könnte unter Umständen mit "Was meldest Du hier, Du Pausenclown ?" oder so gekontert werden - sofern der Angegriffene auch ein bischen Schimpferfahrung hat. Also für solche Fälle schon vorher die nächste Beleidigung (Konter auf den Konter) bereithalten.